Klinische Relevanz der elasto-muskulären Übergangszone in der Karotisgabel

J. Janzen, J. Schmidli

Objective

Nachweis der Existenz einer arteriellen Übergangszone (elasto-muskulärer Bautyp) in Endarteriektomiepräparaten, im klinischen Kontext werden gezielt die verschiedenen Vaskulopathien der Karotisgabel analysiert.

Arterielle Übergangszone in der Lichtmikroskopie
Video 1: Konfokale Lasermikroskopie ...
Video 2: ... der elongierten Übergangszone in der A. carotis interna.

Methods

Grundlage der Arbeit ist das VascPath-Karotisregister, in dem Endarteriektomiepräparate nach klinischen und histomorphologischen Parametern zusammengefasst sind (n=437, Stand: 12.01.2014).

Results

In der überwiegenden Mehrheit der untersuchten Endarteriektomiepräparate lässt sich eine elasto-muskuläre Übergangszone nachweisen. Diese liegt normalerweise in den postbifurkationellen Segmenten (Aa. carotis interna et externa). Eine elongierte Übergangszone geht sowohl mit einem erhöhten Atherosklerosegrad als auch mit anderen Vaskulopathien (Kinking, Coiling, degenerative Veränderungen, fibromuskuläre Dysplasie und Restenose) einher.

Die Elongation der Übergangszone erhöht das Risiko von Erkrankungen der Karotisgabel:

Conclusion

In der Ursachenerklärung für die verschiedenen Karotispathologien sollte die arterielle Übergangszone stets Berücksichtigung finden. Eine Elongation der Übergangszone erhöht das Risiko von Erkrankungen der Karotisgabel.